WOW was für ein TMT!
BAD LIEBENZELL. Rund 1800 Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet kamen am vergangenen Wochenende zum Teenagermissionstreffen ins Monbachtal bei Bad Liebenzell im Nordschwarzwald. Dort feierten sie gemeinsam Gottesdienste, hörten Vorträge und Predigten verschiedener Referenten, kamen mit Missionaren ins Gespräch und nahmen an vielen Aktionsangeboten teil. Das Treffen, das in diesem Jahr unter dem Thema „Exodus“ stand, wurde von der Liebenzeller Mission sowie dem Süddeutschen und Südwestdeutschen Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC) veranstaltet.
Ben Geiss ermutigte die Teenager, sich für ein Leben mit Gott zu entscheiden. Er ist Leiter von „Teens in Mission“, einem jugendmissionarischen Arbeitsbereich der Liebenzeller Mission. „Gott hat einen guten Plan für dein Leben. Er will Gemeinschaft mit dir haben, weil er dich liebt. Er will dich beschenken“, so Geiss zu den Jugendlichen. Gott habe die beste Idee für das Leben der Menschen und für das, was nach dem Leben komme. „Wenn Gott sich etwas ausdenkt, das richtig gut ist, dann muss das viel besser sein als alles, was wir uns vorstellen können. Bei Gott zu sein ist das Beste, was Menschen passieren kann“, sagte Geiss.
Im Seminar „Homie, Bulle, Daddy – wer ist Gott“ wandte sich Jugendpastor Joachim Böker gegen falsche Vorstellungen von Gott. „Gott ist kein Kumpel-Gott, mit dem wir lässig unterwegs sind. Er ist viel größer, schöner und heiliger als wir es sind.“ Manche Menschen hätten sich einen „Kuschel-Gott“ gebaut, dem die Lebendigkeit fehle, so der Theologe. Auch die Vorstellung von Gott als einem Polizisten, der die Menschen ständig überwache, sei falsch. Gott zeichne sie dadurch aus, dass er den Menschen entgegenkomme: „Dass Gott sich auf den Weg zu den Menschen macht, ist außergewöhnlich. Das gibt es in keiner anderen Religion.“ Weil Gott für die Menschen da sein wolle,habe er seinen Sohn auf die Erde geschickt. „Wenn du wissen willst, wer Gott ist, dann schau dir Jesus Christus an. Er ist das Gesicht Gottes.“ Gott könne nicht aufhören, die Menschen zu lieben, da dies sein Wesen sei, sagte Böker. Weitere Seminare setzten sich mit Themen wie Prioritätensetzen im Alltag, Gaben entdecken oder Christsein in der Konsumgesellschaft auseinander. In Workshops konnten die Teilnehmer afrikanische Fußbälle herstellen, Beatbox lernen oder an einer Abenteuerwanderung mitmachen.
Während des Treffens erfüllten die Teenager drei Gleichaltrigen, die Schwieriges durchgemacht haben, ihre Herzenswünsche. Sarah, die seit 12 Jahren unter Rheuma leidet und deren Schmerzen manchmal unerträglich sind, bekommt ein Notebook geschenkt, durch das sie im Krankenhaus mit ihren Freunden in Kontakt bleiben kann. Der 15-jährige Jan-Lukas, der seit Geburt mehrfach körperlich behindert ist, bekommt VIP-Eintrittskarten für ein Heimspiel seines Lieblingsfußballvereins Bayern München. Paula, die unter einer schweren Gehirnentzündung zu leiden hatte, darf zu einem „Meet and Greet“ mit dem Musiker Samuel Harfst. Die Teilnehmer des Teenagermissionstreffens tragen mit Benefizaktionen dazu bei, dass diese Wünsche erfüllt werden können. Diese Aktionen sollen ein Zeichen dafür sein, dass Gott die Menschen reich beschenke, so die Veranstalter.
Zum täglichen Programm beim Teenagermissionstreffen gehörte die Möglichkeit, gemeinsam in der Bibel zu lesen und ein Bühnenprogramm mit verschiedenen Showeinlagen. Jeweils am späten Abend trafen sich Jugendliche im Großzelt, um gemeinsam mit einer Band rockige Lieder zu singen.
Ein Sponsorenlauf über einen Hindernisparcours durch Wasser, Sand und Matsch war der Abschluss der dreitägigen Veranstaltung. 250 Teilnehmer und Gruppen machten bei dem Lauf mit, dessen Erlös der Aktion „Weltweit Hoffnung schenken“ im afrikanischen Burundi zugutekommt. Dort werden eine Klinik, die Ausbildung einheimischer Pastoren sowie Kinderprogramme unterstützt. Das Teenagermissionstreffen findet seit 1973 jährlich statt. Die meisten Teilnehmer reisen dabei zusammen mit ihren Jugend- oder Teenkreisen an.
